Wittbrietzen
Pferdehof Wittbrietzen

fahren, so lange es sich dreht

Pferde-Lebenslauf

Uwe's Weg



geb. 1955 in Buchholz i.d.Nordheide.
Aufgewachsen mit einem Dülmener Pony. Das Reiten kam vor dem Laufen, mit 6 Jahren Kohlen vom Verladebahnhof kutschiert.
Nach dem Realschulabschluß Ausbildung zum biologisch-technischen Assistenten.
Erste Anstellung am Bernhard-Nocht Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg.
1975 mit dem ersten Gehalt Kauf des ersten eigenen Pferdes auf Wechsel.
Teilnahme in verschiedenen Sparten des Reitens, wie Wander-, Distanz-, Dressur-, Spring- und Geländeprüfungen, Platzierungen in Kat. C.

Beginn mit dem Fahrsport und aus anfänglichem Interesse wird begeistertes Engagement für den Fahrsport. 1988 erstes Friesengespann, Janis und Keimpe, nur, um durch den Wald zu fahren. Teilnahme an Fahrwettbewerben der Kat. C., Bronzenes Fahrabzeichen auf dem Friesengestüt in Behringen in der Lüneburger Heide. (Siehe Bild Friese Janis mit einem 100 Jahre alten Bayerischen Gauwagen auf dem 1. Friesenturnier in Behringen 1989.)

1990 verschlägt es uns aus beruflichen Gründen nach Berlin. Die "Schwarzen Perlen" haben es mir angetan, und aus zunächst zwei Friesen werden durch Maurits, Anke und Elco mehr. Eigene Nachzucht mit Quentje und Wientje, die beide später abgegeben wurden. Danach kamen noch Vanya und Wickie 2jährig dazu. Dazu kamen noch Dolly und "Big" Eddy. Erfolgreiche Teilnahme an Fahrprüfungen bis zur Klasse S mit Dressur-, Hindernis- und Geländeprüfungen. Zwei- und Vierspännig mit Platzierungen und Siegen. Der letzte Friese der auf den Hof kam, war Pumba. Nach 2 Jahren Ausbildung hatte der da oben leider anderes mit ihm vor. Nach 4 Turnierstarts, 3x A 1x M, gewannen wir mit Jillis zusammen das Kegelfahren Kl. M in Sonnewalde. Danach war das Turnierfahren für mich vorerst beendet.
Auf dem Schimmelhof von B. Wendt in Bremen 1993 Teilnahme am Lehrgang zum Fahrwart FN, heute Trainer B. Einer der Ausbilder dort war Oberst A.D. Eduard von Below. Von nun an werden Lernwillige zum Erlangen des deutschen Fahrabzeichen IV und III unterrichtet.
Mannschaftsfahrer beim ersten Ländervergleichsfahren 1994 in Steckby.

Die Arbeit mit den Pferden, egal ob es die eigenen oder mir anvertraute sind, sind fester und wichtiger Bestandteil meines Lebens. Sie basiert auf langjähriger Erfahrung und stetiger Weiterbildung, geprägt von der Einstellung "pro Pferd".
Tätigkeit als Landesjugendtrainer Fahren von 2006 bis 2009 und Mitglied im Fachbeirat Fahren. Nach dem Niederlegen aller Ämter wollte ich nur noch meine Freizeit geniessen. Ohne eigenes Gespann nur als Ausbilder macht Fahrsport keinen Spaß. Wenn man aber 2 Fahrplätze und 6 Geländehindernisse zur Verfügung hat und ständig Leute kommen, die einen um Hilfe bitten, fällt es schwer, nichts mehr zu machen.
Im Oktober 2013 fragte mich eine Bekannte, ob ich Interesse habe, mir 2 Pferde abzusehen, die vor dem Winter weg sollten. Es war wie früher, wenn wir mit Freunden zum Pferdehändler fuhren. Eigentlich wollten wir nur ein Halfter kaufen, war aber schon ein Pferd dran. Ich fand meine beiden "Strümpfe". Von anderen Fahrern wusste ich, die rasse ist nicht einfach. Anfangs hatte ich noch Unterstützung von verschiedenen Freunden, dann wurden die Beifahrer zum ersten Mal knapp. Nur Martina war immer mit dabei, wenn es zählte.

Mein erstes Mal Einspännersport

Paaren 2018
Nach 30 Jahren habe ich es geschafft und bin mit zwei Pferden in der Einspänner Wertung angetreten. Fini und Fredo haben sich toll geschlagen und uns auf den 3.Platz in der Kombi Wertung gebracht. Martina hat mich in der Vorbereitung und Durchführung toll unterstützt, so das ich mit Fiona auf den 5. Platz in der Dressur kam. Auf dem Abfahrplatz sah es nicht immer so erfolgreich aus. Fiete konnte seine Anspannung in der Dressur nicht ganz los werden. Aber deshalb sind wir in Paaren angetreten. Zweispännig hatten wir vorher unser Waterloo hinter uns, zu Hause sind wir ausgebuffte Profis. Es gibt Dinge, die kann man nur auf Turnier üben. Pferdeausbilder mit Erfahrung werden es ähnlich sehen, Kritiker mit guten (?) Theoriekenntnissen verstehen das Problem nicht.


Mit Fiona wurden wir im letzten Hindernis im Gelände leider eliminiert, weil wir zu schnell waren und ein Tor ausgelassen haben sollen. So ist das Leben. Fiete hat uns aber dafür entschädigt. Meine Beifahrerin mit Fiete war Claudia, vielen Dank, das du dir diesen Stress angetan hast zu deiner eigenen Tour. Martina konnte nicht mit mir mitfahren, weil sie Laura mit ihrem neuen Pferd das erste Mal durchs Gelände lotsen musste. Eine tolle Leistung wurde von diesem Team erbracht, auf das sie stolz sein können. Die Nerven müssen eben langsam wachsen, wie bei Lauras Mama.
Es hat sich auch wieder gezeigt, wie problematisch das Kontrollierte Abfahren vor dem Gelände für unerfahrene oder junge Pferde sein kann. Auch wenn es freundlicher für die Veranstalter ist, denen hier auch gedankt sein soll.